BTQ Kassel

Seminarprogramm

Ganz im Vertrauen - Chancen und Risiken der Vertrauensarbeitszeit

BTQ-Geprüfte Weiterbildungseinrichtung

Vertrauensarbeitszeit ist ein Arbeitszeitmodell, das genau zu den Vorstellungen einer hochflexiblen Arbeitswelt passt. Die Beschäftigten sind engagiert, teamfähig, flexibel und mobil – sie gönnen sich ihre Freizeit, wenn die Auftragslage dünn ist und legen dann Stunden drauf, wenn der Laden läuft. Im Gegenzug wird auf die Erfassung der Arbeitszeit verzichtet und hohe zeitliche Autonomie versprochen. Soweit zumindest die Theorie.

Entscheidend dafür, ob mit Einführung der Vertrauensarbeitszeit eine echte ´Win-win-Situation´ entsteht, ist eine Unternehmenskultur, die geprägt ist durch eine vertrauensvolle Atmosphäre und flache Hierarchien. Hinzu muss die Überzeugung kommen, dass permanente Überlastung kontraproduktiv und eine konsequente Einbeziehung der gesetzlichen Interessenvertretung notwendig ist.

Doch genau hier liegt das Problem. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, besteht die Gefahr, dass dieses Modell zu einem planlosen Programm zur Verlängerung der Arbeitszeit wird, ohne Einflussmöglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung.

Das Seminar vermittelt Grundlagen des Modells, benennt praktische Beispiele sowie Chancen und Risiken und orientiert über Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Vertrauensarbeitszeit – das Modell
  • Chancen und Risiken der Vertrauensarbeitszeit
  • Balance von Arbeitszeit und Arbeitsvolumen – Instrumente zur Vermeidung von Überlastungssituationen
  • Gestaltungsmöglichkeiten für Beschäftigte und die gesetzliche Interessenvertretung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen, Mitbestimmungstatbestände, aktuelle Urteile
  • Eckpunkte einer Dienst-/Betriebsvereinbarung

Dieses Seminar führen wir in Kooperation mit ver.di b+b Hessen durch.
Die Durchführung und Rechnungsstellung erfolgt durch ver.di b+b Hessen.

Wichtiger Hinweis:
Das vorgesehene Thema erfüllt grundsätzlich die vom Bundesarbeitsgericht gestellten Anforderungen an die §§ 37.6 BetrVG, 46.6 BPersVG und 40.2 HPVG bzw. der entsprechenden Landespersonalvertretungsgesetze. Der Betriebs-/Personalrat bzw. die Schwerbehindertenvertretung hat aber jeweils die konkrete Erforderlichkeit zu prüfen und zu begründen. Der Arbeitgeber muss Sie daher grundsätzlich nach Beschlussfassung im Betriebs- oder Personalrat von Ihrer beruflichen Tätigkeit unter Fortzahlung der Bezüge freistellen und, da erforderliche Kenntnisse im Sinne dieser Paragraphen vermittelt werden, die Kosten der Maßnahme tragen. Bitte beachten Sie die Besonderheiten des BPersVG! Bei weiteren Fragen rufen Sie uns bitte an. Übrigens: die Teilnahme ist auch unabhängig von einer Gewerkschaftszugehörigkeit möglich.



Verweise zu diesem Seminar:
   
ver.di-b+b510-17
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24.10.2017 - 25.10.2017

Veranstalter:
ver.di b+b

Ort:
Frankfurt - Landessportbund Hessen

Kosten:
Seminargebühr: 610,00 € zzgl. 190,00 € in der Tagungsstätte




Hinweise:
Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Kostenübernahmeerklärung des Arbeitgebers/der Dienststelle möglich.

Zielgruppen:
BR, PR, MAV

Freistellungsgrundlage:
37(6), 46(6), LPersVG, MAV

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