BTQ Kassel

Seminarprogramm

Teilzeit, Elternzeit, Pflegezeit - und wer macht die Arbeit? - Die Interessenvertretung gestaltet Regelungen zu Teilzeit, Elternzeit, Pflegezeit

BTQ-Geprüfte Weiterbildungseinrichtung

Dem Fachkräftemangel soll u.a. durch Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf abgeholfen werden, was vor allem auf die Arbeitszeitgestaltung zielt. Diese ist jedoch durch gegenläufige Tendenzen gekennzeichnet: einerseits durch den Trend zur Verlängerung und Intensivierung, andererseits durch zunehmende Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Beschäftigten. Das verlangt häufig nach betrieblicher Ausgestaltung der tariflichen und gesetzlichen Rahmenvorgaben.

In diesem Seminar werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen werden unterschiedliche Regelungen vorgestellt, die die Ansprüche von Beschäftigten in Bezug auf Teilzeit, Elternzeit und Pflegezeit festlegen. In diesem Zusammenhang wird vor allem der Begriff ´betriebliche Erfordernisse´ konkretisiert.

Zum anderen sollen Erfahrungen ausgetauscht werden, wie bzw. ob die Interessenvertretung die unterschiedlichen Ansprüche und Interessen der Beschäftigten gleichermaßen vertreten kann. Ein Schwerpunkt liegt hier im Bereich der Arbeitsorganisation der Arbeitnehmer/-innen, die im Zweifelsfall wegen einer Arbeitszeitreduzierung mehr Arbeit zu bewältigen haben.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Gesetzliche Ansprüche auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit
  • Beispielhafte Regelungen zu Elternzeit, Pflegezeit und Teilzeit
  • Sonderformen der Altersteilzeitregelungen
  • Rechtsprechung zum Begriff der betrieblichen Erfordernisse bzw. Gründe
  • Benachteiligungsverbot und unterschiedliche Interessen
  • Mehrarbeit und Belastung vermeiden bzw. vermindern

Dieses Seminar führen wir in Kooperation mit ver.di b+b Hessen durch.
Die Durchführung und Rechnungsstellung erfolgt durch ver.di b+b Hessen.

Wichtiger Hinweis:
Das vorgesehene Thema erfüllt grundsätzlich die vom Bundesarbeitsgericht gestellten Anforderungen an die §§ 37.6 BetrVG, 46.6 BPersVG und 40.2 HPVG bzw. der entsprechenden Landespersonalvertretungsgesetze. Der Betriebs-/Personalrat bzw. die Schwerbehindertenvertretung hat aber jeweils die konkrete Erforderlichkeit zu prüfen und zu begründen. Der Arbeitgeber muss Sie daher grundsätzlich nach Beschlussfassung im Betriebs- oder Personalrat von Ihrer beruflichen Tätigkeit unter Fortzahlung der Bezüge freistellen und, da erforderliche Kenntnisse im Sinne dieser Paragraphen vermittelt werden, die Kosten der Maßnahme tragen. Bitte beachten Sie die Besonderheiten des BPersVG! Bei weiteren Fragen rufen Sie uns bitte an. Übrigens: die Teilnahme ist auch unabhängig von einer Gewerkschaftszugehörigkeit möglich.



Verweise zu diesem Seminar:
   
ver.di-b+b504-17
Dieses Seminar ist bereits vorbei

29.03.2017 - 30.03.2017

Veranstalter:
ver.di b+b

Ort:
ver.di Bildungszentrum Mosbach

Kosten:
Seminargebühr: 610,00 € zzgl. 165,00 € in der Tagungsstätte




Zielgruppen:
BR, PR, MAV

Freistellungsgrundlage:
37(6), 46(6), LPersVG, MAV

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