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c´t 13/2004. S.46: JobCard

Alles auf eine Karte

Die JobCard in schwerem Fahrwasser

Rund 40 Millionen Arbeitnehmer sollen spätestens 2007 die JobCard erhalten - und Unternehmen dadurch jährlich 500 Millionen Euro an Verwaltungskosten einsparen. Doch Datenschützer warnen vor dem „gläsernen Arbeitnehmer“, denn für das JobCard-Verfahren sollen die monatlichen Gehälter und Einkommen in einem bundesweiten Beschäftigtenverzeichnis gespeichert werden.

Das neue JobCard-Verfahren soll Zugriff auf die Daten aller Arbeitnehmer gewähren, zum Beispiel zu den Beschäftigungszeiten, zur Höhe von Entgeltzahlungen oder über die Auflösung von Beschäftigungsverhältnissen. Dadurch sollen nicht zuletzt Verwaltungsabläufe der Arbeitsagenturen, der Sozialversicherungsträger und der Kommunen beschleunigt werden, sodass beispielsweise die Bearbeitung und Genehmigung von Leistungen schneller erfolgen kann. Die Erwartungen an das Kartenprojekt sind hoch: Eine halbe Milliarde Euro könnten Unternehmen jährlich einsparen, wenn sie von der Ausstellung besonderer Verdienstbescheinigungen befreit werden, verspricht Wirtschaftsminister Wolfgang Clement. Bislang stellen Firmen jährlich rund 60 Millionen Bescheinigungen in Papierform aus. Neben der Gesundheitskarte, die schon im Januar 2006 kommen soll, gilt die Jobkarte als das wichtigste Kartenprojekt der rot-grünen Bundesregierung...

(Christiane Schulzki-Haddouti)

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